Astrid Hofstätter Texte und Kataloge

KATALOGE erhältlich aus den Jahren 1998 und 2007.

KOMMENTARE zu Astrid Hofstätters Arbeiten:


„Ihre Sprache ist so authentisch wie ihre Mitteilung.“

Jürgen Messensee

Astrid Hofstätters Bilder bezeugen vor allem eine große Lust am Narrativen, am Erfinden und Erzählen von Geschichten.
In ihnen drückt sich nicht zuletzt auch die Lebenslust der Künstlerin aus, ihr Humor und eine gewisse Verspieltheit oder vielmehr Leichtigkeit, die daher rührt, dass sie z. B. Krisen als Notwendigkeit empfindet, damit sich Dinge ändern und weiterentwickeln können.

In ihrer Ausstellung "Werte und Märkte" geht es um Kritik an den gegenwärtigen, allein der Gewinnmaximierung dienenden Wirtschaftsstrukturen, bei denen andere Werte wie Menschlichkeit und Solidarität zwangsläufig auf der Strecke bleiben.

Alexandra Schantl, 2009

Astrid Hofstätters Bilder sind eine Mischung aus Malerei, Zeichnung und Collage. Expressiver Duktus steht neben schematisierter Zeichnung, eine eigene Formenwelt wird verknüpft mit Fundstücken aus Alltag und Populärkultur.

Hofstätters Themen sind der Ausdruck von Sexualität, das Spannungsfeld zwischen Materie und Spiritualität, der Mut zum Aufbruch, zum eigenen Weg und Politisches: Kollektive Wandlungsprozesse, Globalisierung, das Aufeinandertreffen verschiedener Religionen und die Kritik an Wirtschaftsstrukturen, die ohne Menschlichkeit und Solidarität allein der finanziellen Gewinnmaximierung folgen.

Pressetext 2008

„Das Thema Zeit, die Endlichkeit des Daseins, die großen Angelpunkte des Lebens, Geburt und Tod, welche die Künstlerin bewusst oder unbewusst mitdenkt, sind der Fokus der Zeichensprache Astrid Hofstätters. Ihre Bilder entstehen scheinbar zuerst in einem inneren Territorium, aus einer Ansammlung von Eindrücken, Erlebnissen, Momenten, Gefühlen und Gedanken, bevor sie diese auf Papier oder Leinwand katapultiert. Woraus sollten sie sonst entstehen? - ist man geneigt zu fragen. Doch die Künstlerin schafft es, eine fast spirituelle Lockerheit und Entspanntheit zu entwickeln, dieses Erleben in einem ästhetischen, poetischen und individuellen Zeichensystem zu subsummieren.
Verbindungen zur Kunst der Kinder, zur Kunst aus der Frühzeit der Menschheitsgeschichte, zum Mythos, dem schon die klassische Moderne nachspürte, sind in den Arbeiten Astrid Hofstätters ebenso sichtbar wie geballter weiblicher Eros.“

Wolfgang Denk (Katalog 2007)

„Es sind mehrere übereinander gelagerte Spannungs-verhältnisse, welche die Bilder von Astrid Hofstätter definieren. Sie rufen Skurrilität, Rätselhaftigkeit und Absurdität hervor. Da wäre, wie erwähnt, das Spannungsverhältnis zwischen realen Dingen und einer spirituellen Welt. Formal gesehen, liegt große Spannung zwischen spontan gesetzten malerischen Elementen neben kritzelartiger Strichführung und den gegenständlichen, oft in kleinen, geordneten Serien dargestellten Objekten. Freie, abstrakte Farbspuren stehen im Gegensatz zu geometrisierenden, Raum andeutenden Linien.“

Sonja Traar (Katalog 2007)

„Das weiße Blatt Papier – wobei sie das Weiß großzügig stehen lässt – ist nicht nur Bildträger, sondern Herausforderung, der sich Astrid Hofstätter souverän und mit großer künstlerischer Energie in jedem Bild aufs Neue stellt.“

Angelica Bäumer (Kulturzeitschrift „morgen“ 1999)

„Astrid Hofstätters Bilder scheinen Geschichten zu erzählen. Der narrative Aspekt wird auch noch durch die Bildtitel festgemacht.
Was Hofstätter vorstellt, ist von der Kunstart her nicht fix bestimmbar. Handelt es sich nun um zeichnerische Malerei oder malerische Zeichnung? Und das ist noch sekundiert vom Collagieren.“

Burghart Schmidt (Katalog 1998)